Rückkehr auf leisen Pfoten
Nach der Ausrottung entschied der Bundesrat 1967 den Luchs in der Schweiz wieder anzusiedeln. In den 70iger Jahren wurden in der Folge mehrere Tiere freigelassen.
Seit der Wiederansiedlung haben sich in der Schweiz zwei Luchspopulationen entwickelt, eine im Jura, die andere in den Nordwestalpen. In Graubünden wurden im Jahr 2013 erstmals zwei Jungluchse in der Surselva dank einer Fotofalle abgelichtet. Das war der erste fotografische Nachweis einer Luchsin mit ihren Jungtieren in Graubünden. Seitdem haben sich die Luchse in Graubünden immer mehr verbreitet. Auch in Glarus wurden Luchse nachgewiesen.
Gefährdet wegen der genetischen Verarmung
Bis heute gestaltet sich das Zusammenleben mit dem Luchs mehr oder weniger konfliktfrei. Übergriffe auf Schafherden sind selten. Der Luchs fördert zudem die Balance zwischen Schalenwild und Pflanzenwelt. Der Luchs gilt in der Schweiz immer noch als «stark gefährdet». Das grosse Problem ist die fehlende Vernetzung zwischen den Populationen und damit einhergehend die genetische Verarmung.
Der Luchs im Revier
Informationen für Interessierte an Jagd, Forst und Natur
Der Luchs - Wild. Scheu. Gefährdet
FR 8. Mai, 20.00h, Calvensaal Chur
Die Luchskennerin Ursula Sterrer, Wildtierbiologin bei der Grossraubtier-Fachstelle KORA, beschäftigt sich mit dem Luchs-Monitoring. Sie hat auch die aktuelle Zählung in der Surselva geleitet und weiss, wie es um die genetische Situation des Luchses steht. Ein Thema, welches besonders durch die Fehlabschüsse in der Surselva im Jahr 2024 an Bedeutung gewonnen hat. Sie erzählt uns, wie es heute dem Luchs in der Schweiz und in Graubünden geht.



