Rückkehr auf leisen Pfoten
Nach der Ausrottung entschied der Bundesrat 1967 den Luchs in der Schweiz wieder anzusiedeln. In den 70iger Jahren wurden in der Folge mehrere Tiere freigelassen.
Seit der Wiederansiedlung haben sich in der Schweiz zwei Luchspopulationen entwickelt, eine im Jura, die andere in den Nordwestalpen. Der Luchs gilt in der Schweiz immer noch als «stark gefährdet». Das grosse Problem ist die fehlende Vernetzung zwischen den Populationen und damit einhergehend die genetische Verarmung.
In Graubünden wurden im Jahr 2013 erstmals zwei Jungluchse in der Surselva dank einer Fotofalle abgelichtet. Das war der erste fotografische Nachweis einer Luchsin mit ihren Jungtieren in Graubünden. Seitdem haben sich die Luchse in Graubünden immer mehr verbreitet. Auch in Glarus wurden Luchse nachgewiesen.
Bis heute gestaltet sich das Zusammenleben mit dem Luchs mehr oder weniger konfliktfrei. Übergriffe auf Schafherden sind selten. Der Luchs fördert zudem die Balance zwischen Schalenwild und Pflanzenwelt.