Unser Einsatz für die Umwelt und die Landschaften in Glarus
Die geretteten Naturperlen, die aufgewerteten Lebensräume sind ein Geschenk und Grund genug weiter für unsere Natur und Landschafen zu kämpfen.
2024: Teilen auf dem Acker

Wer weiss, wie viel Arbeit in Lebensmittel stecken, geht sorgfältiger damit um. Mit dem Projekt "Teilen auf dem Acker" kann die Bevölkerung auf verschiedenen Bauernbetrieben beim Säen, Pflegen und Ernten von Kartoffeln mitmachen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Verein KlimaGlarus und mit Unterstützung des Bauernverbands lanciert und soll die Wertschätzung für die nachhaltige Landwirtschaft fördern.
2021: Grow up Day

In der Gemeinde Glarus Mitte findet der erste Grow up Day statt. Das Projekt ist eine Glarner Bürgerinneninitiative, die von der Gemeinde Glarus Mitte und dem WWF Glarus unterstützt wird. Die Idee: In Glarus gibt es viele kleine Flächen im öffentlichen Raum, die trist aussehen und die mit wenig Aufwand zu ökologisch wertvollen und schönen Flächen für die Bevölkerung werden können. Jeder Grow up Day verändert seither einige Flächen in der Gemeinde Glarus Mitte dauerhaft und sichtbar.
2020: Gartä Glaris - für wertvolle Gärten

Gärten prägen Ortsbilder und sind wichtig für die Siedlungsökologie. Der WWF Glarus lanciert darum zusammen mit der Gemeinde Glarus die Aktion "Gartä Glaris 2020". Rund 70 Gärten werden für die Prämierung der schönsten Gärten angemeldet. Ein Erfolg.
2019: Tankgräben für die Natur

Die Gemeinde Glarus Nord hat die Tankgräben bei Näfels, die während des Zweiten Weltkriegs als Panzersperre erstellt wurden, von der armasuisse gekauft. Der WWF Glarus bewirbt sich erfolgreich für deren ökologische Aufwertung. Die heute eintönigen Tankgräben sollen zu einen artenreichen Lebensraum für viele seltene Arten und zu einem wichtigen Wanderkorridor für Tiere aufgewertet werden. Die Bevölkerung bekommt damit ein attraktives Naherholungsgebiet.
2017: Weg frei für Glarner Fische

In den Glarner Flüssen und Bächen ist oft zu wenig Restwasser und Fischtreppen funktionieren nicht oder werden nicht ausreichend gewartet. Der WWF Glarus lanciert zusammen mit dem kantonalen Fischereiverband und Pro Natura die Kampagne «Weg frei! Für Glarner Fische». Geplant ist Restwassermengen und Fischtreppen zu überprüfen, mögliche Engpässe oder Sperren zu identifizieren und zu sensibilisieren. Mit den Kraftwerksbetreibern sollen Lösungen gesucht werden.
2013: Eröffnung des Naturlehrpfads Diesbach

Der neu erstellte Naturlehrpfad Diesbach wird feierlich eröffnet. Er löst den Naturlehrpfad ab, welcher der WWF im Rahmen des europäischen Natuschutzjahres 1995 erstellt hatte. Auch der Amphibienteich wird wieder hergestellt. Der Naturlehrpfad Diesbach ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Auf einem Spaziergang durch den Wald kann man verschiedene Pflanzen betrachten und mit etwas Glück entdeckt man auch das eine oder andere Tier.
2011: Erste Herdenschutzhunde in Glarus

Luchs, Wolf und Braunbär kehren wieder in die Schweiz zurück. Darum ist es dem WWF Glarus ein Anliegen, die Nutztiere zu schützen. Zusammen mit dem WWF Schweiz unterstützt der WWF Glarus zu seinem 20-Jahre-Jubiläum ein Pionierprojekt auf der Schafalp Bösbächi Luchsingen. Die Anschaffung und Integration eines Herdenschutzhundes wird finanziell unterstüzt. Die Alp sömmert 380 Schafe mit einer ständigen Behirtung.
2011: 20 Jahre WWF Glarus

Mit verschiedenen Aktivitäten feiert die WWF-Sektion Glarus ihr 20igstes Vereinsjahr. Anlässlich der Gründung des WWF Glarus wurde in Ennenda eine Linde gepflanzt. Genau 20 Jahre später kann an derselben Stelle eine Gedenktafel errichtet werden.
2010: Vision Naturzentrum Glarnerland

Die Infostelle Naturzentrum Glarnerland wird im Bahnhofsgebäude in Glarus eröffnet. Der WWF Glarus ist im Stiftungsrat und beteiligt sich am Stiftungskapital. Sollte einmal das Naturzentrum Glarnerland zusammen mit dem Besucherzentrum Tektonikarena Sardona tatsächlich gebaut werden, hofft der WWF dort mit seiner Geschäftsstelle Platz zu finden. Erste Visionen für ein Naturzentrum tauchten 2003 in der AG Pro Fryberg auf und wurden dann als Pilotprojekt im Rahmen der Neuen Regionalpolitk vorangetrieben.
2009: Übergabe des Massnahmenplans für den Linth-Oberlauf

WWF Glarus und Pro Natura Glarus überreichen dem Kanton einen Massnahmenkatalog für den Linthoberlauf. Die Studie des beauftragten Umweltbüros enthält Vorschläge für die Verbesserung der Hochwassersicherheit und der ökologischen Funktionalität der Strecke Linthal–Näfels/Mollis. Der Sanierungsbedarf im Linthoberlauf ist erheblich: die Durchgängigkeit für Fische wird durch Wehre und Leitwerke behindert, funktionierende Fischaufstiege sind selten und die Schwall-Sunk-Schwankungen sind erheblich.
2009: Kein Glaruspark

Das Bündnis KEIN Glaruspark unter Mitwirkung des WWF Glarus lanciert eine Petition gegen den Bau eines Einkaufszentrums im Gebiet Hüttenböschen-Seeflechsen und Gäsi. Zuvor verhandelt der WWF mit den Investoren aus Hamburg, bricht aber die Gespräche ab. Das auch aus raumplanerischen Gründen fragwürdige Projekt hat noch zwei Hürden zu nehmen: Nutzungsplanänderung (neue Gemeinde Glarus Nord) und Richtplananpassung (Landrat).
2008: Schutz für die Linthschlucht

Die praktisch unberührte Linthschlucht fasziniert und weckt Begehrlichkeiten. Ein zunehmender Adventure-Tourismus wäre jedoch nicht mit dem Richtplan, der die Linthschlucht zum touristischen Ausschlussgebiet erklärt, zu vereinbaren. Der WWF Glarus setzt sich für einen sanften Tourismus ein und stellt mit anderen Umweltorganisationen dem Regierungsrat den Antrag, die eindrucksvolle Linthschlucht unter Schutz zu stellen.
2008: Kein zusätzlicher Fluglärm im Glarnerland

Der VCS Glarus, WWF Glarus und das Wohnliche Mollis überreichen dem Regierungsrat die Petition "Kein zusätzlicher Fluglärm - 10'000 Flugbewegungen sind genug" mit 1335 Unterschriften. Die Petition lehnt die von der Regierung geplante Verdoppelung der Flüge auf dem Flugplatz Mollis und die dauerhafte Stationierung von Kampfjets ab.
2008: Wasser für den Schreyenbachfall

Der Schreyenbachfall in Tierfehd, früher eine schweizweit bekannte Naturattraktion, bekommt mindestens teilweise seine frühere Pracht zurück. Mit dem Bau des Kraftwerks Linth-Limmern im 1964 ist der Wasserfall verstummt. 2003 hat sich der WWF mit einer Einsprache für den Wasserfall eingesetzt und einen Vergleich mit der Axpo erreicht. Der legendäre Wasserfall darf sich wenigstens an 45 Tagen in voller Pracht zeigen.
2007: Kompromiss beim Projekt Linthal 2015

Der WWF Glarus verzichtet auf eine Beschwerde gegen das Pumpspeicherprojekt Linthal 2015 und wirkt in der Begleitgruppe mit. Teil der Konzession sind mehrere im Rahmen der Verhandlungen erreichte Ausgleichsmassnahmen, wie die Aufhebung der Wasserfassung in der Linthschlucht, Flussaufweitungen im Bereich Tierfehd, Fischtreppen für vier Wehre in Linthal sowie die Verminderung der Schwall-Sunk-Problematik.
2006: Für eine lebendige Linth

Im Rahmen der vom WWF lancierten Sympathiekampagne "Lebendige Linth" findet eine Manifestation an der Linth statt. Eingeladen sind Prominente, Politikerinnen, Politiker und andere Interessenten für eine moderne Kanalsanierung. Es ist eine Reaktion auf das Projekt "Hochwasserschutz Linth 2000", gegen welches der WWF, Pro Natura und der Fischereiverein Einsprache eingereicht haben. Auf dem Verhandlungsweg kommt 2007 ein Vergleich mit zehn ökologischen Zusatzmassnahmen zustande. Der Linthrat, ein Zusammenschluss der Umweltverbände der Kantone GL, SG und SZ, beteiligt sich an der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes Linthebene EKL 2003.
2006: Diesbachfall gerettet

Ein Projekt für ein Kraftwerk hätte diesen Wasserfall fast zu einem Rinnsal verkommen lassen. Zusammen mit der "Arbeitsgruppe Pro Diesbachfall" setzt sich der WWF Glarus jahrelang gegen den massiven Ausbau eines privaten Kraftwerkes ein. Dank einer Einsprache, einer Petition mit 2625 Unterschriften und diversen Aktionen, wie die Uraufführung des Stückes „Wem gehört der Diesbachfall?“ wurde das Projekt zurückgezogen und die Naturperle gerettet.
2003: Pro Fryberg

Die vom WWF Glarus wesentlich unterstützte Aktionsgruppe „Pro Fryberg“ sammelt mit der Petition “Keine neuen Skipisten durchs Kärpfgebiet“ 5712 Unterschriften. Der Grund: der Richtplanentwurf sieht vor, Teile des bisher unberührten Frybergs Kärpf, des ältesten Wildschutzgebietes der Schweiz, als touristisches Intensivgebiet in den Richtplan aufzunehmen.
2001: Umfahrungsstrasse ohne Ende

Die Landsgemeinde weist das Umfahrungsvorhaben "E+E Projekt" (Erschliessungs- und Entlastungsprojekt) zurück. Damit ist das Umfahrungsprojekt für Näfels, Netstal und Glarus vorerst vom Tisch. Der WWF Glarus engagierte sich gegen das "E+E Projekt", im "Komitee Variante 20" und bei der Kampagne "Umfahrungsstrasse Näfels NEIN" - auch dieses Projekt wurde von der Landsgemeinde im Jahr 1997 zurückgewiesen.
1999: Frosch-Aktion Klöntal

Unter der Obhut des WWF Glarus wird die Frosch-Aktion im Klöntal lanciert, in einem national geschützten Amphibienschutzgebiet. Zehn Jahre lang tragen viele Freiwillige Jahr für Jahr Frösche, Kröten und Lurche während der Amphibienwanderung über die Strasse zum See. In 10 Jahren können rund 50‘000 Amphibien dem Risiko, überfahren zu werden, entrinnen.
1997: Einschränkung für Motorboote im Linthkanal

Der Bundesrat schränkt die Freizeitaktivitäten im Linthkanal zu Gunsten der Natur ein. Für Motorboote braucht es eine Bewilligung, im Mai und Juni während der Laichzeit der Fische sind Fahrten verboten. Das genehmigte Reglement über die Schifffahrt auf dem Linthkanal kommt den Anliegen der Vereinigung Linth - ein Zusammenschluss von WWF, Pro Natura und Sportfischerverein - teilweise entgegen. Diese stellte 1991 der Eidg. Linthkommission den Antrag, den Motorbootsverkehr im Linthkanal ganz zu verbieten.
1993: Praktischer Naturschutz geht weiter

Die noch junge WWF-Sektion Glarus will beim Praktischen Naturschutz an die Tradition des 1976 gegründeten Vorläufervereins WWF Linth anknüpfen. Regelmässige Pflegeeinsätze finden in den Schutzgebieten beim Torfstichsee Bilten und im Hüttenböschen am Walensee statt. Auch Obstbäume und Hecken werden gepflanzt und Trockenmauern wieder hergestellt.
1992: Abstimmungskampf für die Gewässer
Mit der Abstimmungskampagne für die Gewässerschutz-Initiative und für das revidierte Gewässerschutzgesetz (Gegenvorschlag) steht die junge Sektion vor ihrer ersten politischen Bewährungsprobe. In Glarus werden beide Vorlagen leider abgelehnt, doch schweizweit wird der Gegenvorschlag zur Gewässerschutz-Initiative angenommen. Damit gibt es neu gesetzlich geregelte Restwassermengen.
1991: Protest gegen Panzerhaubitzenbetrieb im Linthgebiet

Die Untere Rossalp in Schänis, die von Panzerhaubitzen beschossen wurde, wird besetzt. Die angeklagten Besetzer werden später vom Gericht freigesprochen, da sie in Notwehr handelten. Der vom WWF initiierte Verein LILA (Leben im Linthgebiet- Arbeitsgemeinschaft) setzt sich erfolgreich gegen den Panzerhaubitzenbetrieb und die Schaffung eines offiziellen Schiessplatzes ein. Nach der Einreichung einer von 1300 Personen unterzeichneten Petition im 1998, teilt das Militär mit: in der Linthebene wird nicht mehr geschossen.
1991: Landwoche und Bio-Landwirtschaft

Die Förderung der Bio-Landwirtschaft ist eines der ersten Projekte der jungen Sektion. An der Landwoche wird ein Biolandbau-Impulskatalog an den Kanton überreicht und der WWF steht den neu lancierten Bio-Gastro-Tagen von Bio Glarus Pate. Der WWF unterstützt ein Bio-Milch-Projekt und die zwei ersten Bio-Betriebe im Kanton. Nach der Landwoche wird die Produzenten-Konsumenten-Vereinigung gegründet, in deren Vorstand der WWF mitwirkt, der Wochenmarkt und der Führer „Bio-Öko-Markt Glarnerland“ lanciert.
1991: Gründung des WWF Glarus

Die WWF-Sektion Glarus wird am 23. Februar 1991 gegründet. Erste Präsidentin der Sektion wird Maria Ackermann. Anlässlich der Gründung wird eine Linde im Gemeindehausgarten Ennenda gepflanzt. Mitglieder bringen Erde aus allen 27 Gemeinden des Kantons. Die gesammelte Erde dient als Nährboden für die neu gepflanzte Linde.