Perle der Natur – Der Diesbachfall
Der Diesbachfall ist immer noch eine seltene Naturschönheit. Ein Wasserkraftprojekt drohte den Wasserfall zu einem Rinnsal zu degradieren.
Ab 1994 wehrten sich die «Arbeitsgruppe Pro Diesbachfall» und der WWF Glarus gegen ein Projekt zur Erneuerung und Vergrösserung eines Hochdruckkraftwerks. Das Vorhaben hätte die Wasserentnahme mehr als verdreifacht und der imposante Diesbachfall wäre zu einem Rinnsal verkommen.
Grosser Einsatz für den Diesbachfall
Der WWF Glarus erhob Einsprache gegen das Projekt. Gemeinsam mit der AG Pro Diesbachfall engagierte sich der WWF mit mehreren Aktionen für den Schutz des Wasserfalls. Dem Regierungsrat und Landrat wurde eine Petition mit 2’625 Unterschriften überreicht. Verschiedene Künstler malten Bilder zum Thema. Mit Landschaftsarchitekten wurde ein Wettbewerb zur touristischen Aufwertung aufgegleist. Vier neue Postkarten wurden gedruckt u.v.m. Im Jahr 2000 fand das Diesbachfall-Festival mit der Uraufführung des Stückes „Wem gehört der Diesbachfall?“ statt.
Rückzug des Projektes
Der grosse Einsatz für den Schutz des Diesbachfalls zeigte Wirkung. 2006 zog der neue Besitzer das Konzessionsgesuch und das Projekt für das Kraftwerk zurück. Der WWF setzt sich weiterhin für den Schutz des Diesbachfalls ein.

Landschaft von regionaler Bedeutung
Der zweistufige Diesbachfall ist heute wegen seiner Schönheit und Ursprünglichkeit im kantonalen Landschaftsverzeichnis. Als Schutzziel wird folgendes formuliert: Die Schönheit und Eigenart der weithin hör- und sichtbaren Diesbachfälle und ihrer Umgebung sollen erhalten bleiben. Die Wasserkraftnutzung soll die heutige landschaftliche Bedeutung der Diesbachfälle und des Übelbachfalles nicht vermindern.


