Entdeckungsreise auf dem Smaragdweg
Der Sentiero Smeraldo ist eine Wanderung von Schutzgebiet zu Schutzgebiet und verbindet ein Smaragd-Gebiet in der Schweiz mit einem Natura 2000 Gebiet in Italien. Auf dem Weg vom Oberengadin durchs Val Bregaglia, Valchiavenna und Valtellina entdeckt man eine Landschaft reich an ökologischen Werten, Smaragd-Arten und Kulturgeschichte. Die grenzüberschreitende Wanderung wurde von WWF Schweiz und WWF Italien lanciert.
1. Etappe: St.Moritz-Sils

Der Smaragdweges beginnt am Bahnhof St.Moritz und führt über die Seepromenade und die Meierei zum Stazersee (Lej da Staz). Auf der anderen Seeseite führt der Weg durch ein einzigartiges Moorgebiet Richtung St.Moritz Bad. Der Stazerwald ist nicht nur eine national geschützte Moorlandschaft, sondern auch ein Smaragdgebiet. Der Weg führt am Lej Marsch, Lej Nair, Lej Zuppò und der Palüd Lungia vorbei. Der Abstieg nach Surlej und dann nach Silvaplana bis Sils wird mit einem atemberaubenden Blick über den Silvaplaner- und Silsersee gekrönt.
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2. Etappe: Sils - Vicosoprano

Von Sils Maria führt der Smaragdweges dem Seeufer des Silsersees entlang nach Isola. Das Delta vor Isola gehört zu den nominierten Smaragdgebieten und ist ein wichtiges Rastgebiet für Zugvögel. Am Ende des Seeufers in Maloja führt verläuft der Pfad nahe dem Atelier von Giovanni Segantini, hinauf zu den Gletschermühlen «Marmitte dei Giganti» (dt. Töpfe der Riesen) und zum Turm Belvedere. Der Sentiero Storico, wo noch Spuren der Römer zu entdecken sind, führt hinunter ins Bergell. nach Casaccia am Fusse der Passstrasse. Dem Fluss folgend gelangt man nach Roticcio mit einer fantastischen Sicht auf das Tal und das Dorf Vicosoprano, wo diese Etappe endet.
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3. Etappe: Vicosoprano - Castasegna

In Vicosoprano überqueren wir die Maira auf der alten Steinbrücke und gelangen über einen Schotterweg und der Casaccia-Panoramastrasse nach Durbegia. Der Weg führt nun entlang kleiner Flüsse und durch Wälder bis Parlongh, und zweigt dann ab Richtung Stampa. Hier geniesst man eine atemberaubende Aussicht über das Tal, die Dörfer Bondo, Promontogno und Stampa sowie die Bregaglia-Gruppe mit dem Pizzo Badile und die Sciora-Gruppe. In Soglio erwarten eindrückliche Bauten, wie der Palazzo Salis, mit dem wunderschönen barocken Garten, der Palazzo Max und andere prachtvolle Gebäude. Von Soglio aus folgt man dem "Kastanien Lehrpfad" Richtung Castasegna. Der Brentan ist einer der grössten Kastanienwälder Europas.
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4. Etappe: Rundweg Castasegna

Das Grenzdorf Castasegna liegt am Berghang zwischen der Maira und dem Brèntan Plateau und ist bekannt für die weitläufigen Kastanienwälder. Der Weg führt durch den unteren Dorfteil zum Fluss und über die Steinbrücke und dem Pfad folgend durch Kastanienwälder und an alten Viehställen vorbei nach Bondo. Vom Dorfkern geht es bis nach Valle Bondasca hinauf und nach Cugian, mit einer atemberaubender Sicht auf das Bondasca-Tal und die Sciora Gruppe. Auf einen Feldweg geht es bergab nach Ceresc und Bondo und auf dem gleichen Weg wieder zurück nach Castasegna.
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5. Etappe: Castasegna - Chiavenna

Von Castasegna geht es Richtung Italien, vorbei an der schönen Kulisse der Via Bregaglia in Somasascia, nach Savogno und Piuro mit den imposanten Acquafraggia Wasserfälle - ein Naturdenkmal. Der Wildbach hat seinen Ursprung an der alpinen Wasserscheide die das Einzugsgebiet von Mittelmeer und Rhein trennt. Ein Pfad führt hinauf zum ersten Abschnitt des Wasserfalls, einem zauberhaften Ort mit sehr seltenen Pflanzenarten und einer atemberaubenden Sicht über Piuro. In Piuro angelangt, können sie den Vertemate Franchi Palast besichtigen, das einzige Gebäude das den Bergrutsch von 1618 überstanden hat. Anschliessend führt der Weg Richtung Chiavenna, einer Stadt am Fusse der Rhätischen Alpen wo das Spluga und Bergell-Tal zusammentreffen. Entlang der Dorfgassen finden sich viele Zeugen der Vergangenheit.
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6. Etappe: Chiavenna (Marmitte dei Giganti)

Am Oberen Dorfende von Chiavenna, rechts der Piazza Castello, laufen wir der Friedhofmauer entlang und gelangt auf einen schönen Weg, der bergauf in den Wald führt. Hier trifft man auf Informationstafeln über die Gletschermühlen „Marmitte dei Giganti” - Zeugnisse der Eiszeiten. Auf gut markierten Wegen, die alten Pfaden und Saumpfaden folgend, in einer Umgebung, in der kaum menschliche Eingriffe zu erkennen sind, entdeckt man auch von Gletschern zurückgelassene Findlinge, von ihnen geglättete Felsen, alte Specksteinbrüche und Felszeichnungen, von denen einige der Vorgeschichte zugeschrieben werden. Wir folgen danach den Weg zum Passo Capiola zu einem wunderschönen Aussichtspunkt, mit schönem Blick auf Chiavenna. Über die Via Bregaglia geht es dann wieder zurück nach Chiavenna.
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7. Etappe: Chiavenna - Casenda

Von Chiavenna geht es Richtung Süden nach Mese, Gordona und über den Piano di Chiavenna - ein Natura-2000-Gebiet - nach Samolaco, was soviel heisst wir „am oberen Ende des Sees”, bevor große Überschwemmungen im Jahr 1520 zur Trennung des heutigen Lago di Novate Mezzola führte. Dieser kleine See verlandet immer mehr. Die Region Lombardei hat diesen See zum Schutzgebiet und Zufluchtsort für Zugvögel erklärt und ist somit Teil des Naturschutzgebiets Lago di Mezzola e del Pian di Spagna. Von hier aus fahren wir weiter nach Dascio und zum Naturschutzgebiet.
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