Freifliessende Linth in der Linthschlucht

Die junge Linth zwängt sich frei zwischen steilen Felswänden durch die Linthschlucht. Das war nicht immer so. Im Zuge des Projekts Linthal 2015 wurde die Wasserfassung zurückgebaut und die Linthschlucht in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
Linthschlucht ohne Wasserkraftwerk
Die 1.4 km lange Linthschlucht beginnt beim Zusammenfluss des Sand- und Limmernbaches auf 1050 m und endet im Tierfehd auf 810 m. Die Pantenbrücke ist der einzige Übergang über die tief im Malmkalk eingeschnittene Linthschlucht. Der Schluchteingang war lange durch eine Fassung des Kraftwerkes Linth-Limmern verriegelt. Im Rahmen der Verhandlungen für das Pumpspeicherkraftwerk Linthal 2015 wurde das Kraftwerk auf Forderung der Umweltorganisationen als Kompensationsmassnahme zurückgebaut. Die junge Linth bekam damit ihre ursprüngliche Wildheit wieder zurück.
Ruhe für die Linthschlucht
Die praktisch unberührte Linthschlucht weckt aber Begehrlichkeiten. Ein zunehmender Adventure-Tourismus ist jedoch nicht mit dem Richtplan, der die Linthschlucht zum touristischen Ausschlussgebiet erklärt, zu vereinbaren. Der WWF Glarus begrüsst einen sanften Tourismus.
Linthschlucht mit Wasserfassung vor dem Rückbau
Schutz für die Linthschlucht
Schon 2008 stellte der WWF Glarus – zusammen mit vier weiteren Organisationen – einen Antrag auf Unterschutzstellung der eindrucksvollen Linthschlucht beim Regierungsrat. Gemäss dem Kantonalen Landschaftsverzeichnis ist die Linthschlucht Teil der schützenswerten Gebiete «Tödi» und «Limmern». Die Linthschlucht ausserdem Teil des UNESCO-Welterbes Tektonikarena Sardona. Doch geschützt ist die Schlucht bis heute nicht.


